RESPEKT! Rotary Club Grünwald engagiert sich mit 13.000 Euro für Erdbeben-Opfer in Nepal

RESPEKT! Rotary Club Grünwald engagiert sich mit 13.000 Euro für Erdbeben-Opfer in Nepal

Zusammenfassung

Wenn die Karawane weiter zieht…

„Die Tatsache, dass wir von der Medienwelt fast keine Meldungen mehr über die Situation in Nepal vor Ort erhalten, bedeutet leider nicht, dass die Welt dort wieder in Ordnung ist“, berichtet Prof. Dr. Manfred Kallerhoff (Urologe a.D.) und Rotarier im Rotary Club Tutzing. Manfred Kallerhoff setzt sich schon viele Jahre über die Namasté-Stiftung gegen die widrigen Umstände in Nepal ein und war in diesem Zuge in den letzten 7 Jahren 8 Mal vor Ort.

Die Namasté-Stiftung wurde von dem Apotheker-Ehepaar Schmel aus Gilching im Landkreis Starnberg zusammen mit einigen anderen Nepal-Begeisterten gegründet mit dem ursprünglichen Ziel, ein typisches Bergdorf namens Bolde (80 km östlich von Kathmandu, 20.000 Menschen im „zersiedelten“ Einzugsgebiet) zu unterstützen. Der Ursprung der Stiftung geht auf das Jahr 1996 zurück und aus dieser Zeit stammt auch der Kontakt zu Professor Dr. Ram Kantha Makaju Shresta und zum Dhulikel Hospital.

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Prof. Ram Shrestha – Direktor des Dhulikhel Krankenhauses, nepalesischer Arzt mit Studium Berufstätigkeit von über 15 Jahren in Österreich – hatte 1996 mit Hilfe österreichischer Freunde in seinem Heimatort Dhulikhel ein Krankenhaus eröffnet, das ohne Gewinnabsicht arbeitet. Inzwischen ist seine Klinik Lehrkrankenhaus der Kathmandu Universität. Prof. Ram Shresta steht seitdem in häufigem Kontakt zur Namasté-Stiftung. Wie Prof. Ram Shresta mitteilt, schweben immer noch viele Menschen in äußerster Lebensgefahr. Viele Menschen in der Region leben noch in Zelten, schwere Infektionskrankheiten drohen sich auszubreiten. Nicht behandelte Quetschverletzungen haben Amputationen zur Folge. Auch die Krankenhäuser in Kathmandu sind überbelegt und platzen aus allen Nähten. Hinzu kommt, dass Strom- und Straßenverbindungen unterbrochen sind.

Doch nicht nur die Verletzten benötigen dringend Hilfe, auch ihre Angehörigen. Wenn ihre Häuser nicht beschädigt sind, so konnten sie doch, auf Grund der noch ständigen Nachbeben, nicht in diese zurück. Es hat geregnet, es ist kalt, Nahrung und vor allem sauberes Trinkwasser fehlen. Dringende Soforthilfe ist nötig, um Medikamente und Verbandsmaterial in das Erdbebengebiet zu liefern. Das Dhulikhel Krankenhaus wurde vom Erdbeben nicht schwer getroffen und liegt vom Ausstattungsstandard weit über dem normalen Niveau in Nepal. Von dort aus kann Hilfe angeboten werden, doch es fehlen die Mittel.

Nachdem uns Professor Kallerhoff aus erster Hand über die Zustände vor Ort berichtete, hat sich der Rotary Club Grünwald zu einer Spende in Höhe von 5.000 € entschlossen. Drei Grünwalder Rotarier, die anonym bleiben möchten, haben darüber hinaus noch Einzelbeträge in Höhe von 5.000 €, 2.000 € und 1.000 € beigesteuert, so dass wir der Namasté-Stiftung ad hoc 13.000 € als Spende zur Verfügung stellen“, berichtet Rüdiger Tibbe, Präsident des Rotary Club Grünwald.

Doch wie ist sichergestellt, dass Spenden überhaupt am Bestimmungsort ankommen und nicht von der Regierung Nepals beschlagnahmt und anderweitig verwendet werden?
 Die Namasté-Stiftung hat hierzu vorab Testüberweisungen mit kleineren Beträgen durchgeführt und tauscht sich diesbezüglich mit anderen Hilfsorganisationen und deren Erfahrungen aus. Zusätzlich besteht ein starkes Netzwerk zu Vertrauenspersonen vor Ort, so dass im Ernstfall schnell gegengesteuert werden kann. „Bis heute ist uns kein Ausfall bekannt, so dass wir die Hand dafür ins Feuer legen, dass die Mittel 1:1 vor Ort bei den Bedürftigen ankommen.“, sagt Kallerhoff.

Und wie werden die Mittel vor Ort verwendet?
 „Diese Entscheidung liegt dann sinnvollerweise bei Prof. Ram Shrestha und seinem Team, der nach eigenen Angaben die Mittel für das Krankenhaus beziehungsweise den 30 Außenstellen des Krankenhauses einsetzen wird.“, führt Professor Kallerhoff fort. „Persönlich bin ich ein Verfechter von lokalen Hilfsprojekten. Denn auch hier gibt es Not, man kann die Projekte durch die geografische Nähe besser steuern und wir können mit unseren Spendenbeträgen mehr bewirken. Doch in Katastrophenfällen, wie jetzt in Nepal, müssen wir den Radius größer schlagen.“, sagt Rüdiger Tibbe. „Und insbesondere dann, wenn wir durch die Strukturen hier und in Nepal eine große Sicherheit haben, dass die Mittel 1:1 den wirklich Bedürftigen zugeführt werden.“

„Es würde mich persönlich sehr freuen, wenn wir über unsere Aktion für Nepal noch den einen oder anderen Mitbürger erreicht haben und zu einem Engagement motivieren können. Entweder direkt über die Namasté-Stiftung (siehe Homepage) oder gerne auch über den Rotary Club Grünwald. Unsere Bankverbindung lautet:
Rotary Club Grünwald Gemeindienst, Commerzbank Grünwald. IBAN: DE78700800000525788800, Verwendungszweck: Nepal

Die Not in Nepal ist durch die Naturkatastrophe für uns noch unvorstellbarer geworden, und wir können schon mit kleinen Beträgen eine große Wirkung erzielen! Lassen Sie uns gemeinsam Gutes tun!“

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Kategorien: Soziales

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